{"id":1970,"date":"2012-05-21T20:14:20","date_gmt":"2012-05-21T18:14:20","guid":{"rendered":"http:\/\/schermbeck.zeit-fuer-gruen.de\/?p=1970"},"modified":"2012-05-21T20:14:20","modified_gmt":"2012-05-21T18:14:20","slug":"namentliche-abstimmung-im-bundestag-zum-thema-fracking","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/?p=1970","title":{"rendered":"Namentliche Abstimmung im Bundestag zum Thema &quot;Fracking&quot;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bei mehreren Antr\u00e4gen f\u00fcr Kl\u00e4rung der Sicherheit beim &#8222;Fracking&#8220;, mauerte Schwarz-Gelb &#8211; auch Sabine Wei\u00df.<br \/>\nEin Antrag der Gr\u00fcnen sah ein Moratorium f\u00fcr die F\u00f6rderung von Unkonventionellem Erdgas vor, bis weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zu der Technologie vorliegen.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die IG Gegen Gasbohren, Hamminkeln fragt nun Frau Gabriele Obschernicat bei der Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss nach, warum sie alle Antr\u00e4ge abgelehnt hat, die mehr Sicherheit, eine grunds\u00e4tzliche Reform des antiquierten deutschen Bergrechts und mehr Transparenz, B\u00fcrgerbeteiligung und Umweltschutz erreichen wollten.<!--more--><\/p>\n<p><em><strong>Betreff: Fracking: Ablehnung der Antr\u00e4ge<\/strong><\/em><\/p>\n<p>An:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sabine Weiss<\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Weiss,<\/p>\n<p>begegnet sind Sie mir noch nie. Dennoch ist mir Ihr Name im Zusammenhang mit der Betuwe-Problematik gel\u00e4ufig. Heute wende ich mich\u00a0 jedoch in einer anderen Sache an Sie, da Sie Bundestagsabgeordnete sind f\u00fcr den Wahlkreis 114, in dem ich lebe.<\/p>\n<p>Das Ansinnen der Industrie mit unkonventionellen Methoden, genannt Fracking,\u00a0 das\u00a0 sogen. unkonventionellen Gas\u00a0 f\u00f6rdern zu wollen, ist inzwischen ein wichtiges Thema in der Bev\u00f6lkerung geworden. Das die F\u00f6rdermethoden nicht nur umstritten sind, sondern als riskant bis gefahrvoll bezeichnet werden, wird selbst von den Gas-und \u00d6lfirmen nicht g\u00e4nzlich bestritten. Nachvollziehbare Beweise daf\u00fcr lassen sich \u00fcberdies rund im den Globus finden. Aber so weit mu\u00df man nicht gehen, in Niedersachsen wird man auch f\u00fcndig. Um so mehr mu\u00df es verwundern, dass sich gew\u00e4hlte Volksvertreter offenbar schwertun durch eine Anpassung der gesetzlichen Grundlage und Voraussetzung, die auf diese Techniken bei der Abfassung\u00a0 nicht eingestellt sein konnte, verantwortungsvoll und z\u00fcgig zu reagieren. Das Bundesberggesetz erm\u00f6glicht den Einsatz toxischer Stoffe, hormon- und genver\u00e4ndernder Substanzen und andere problematische Mischungen, erlaubt eine gigantische Vergeudung von Trink- und Brauchwasser, nimmt Erdbeben und andere seismische Reaktionen in Kauf,\u00a0 sieht\u00a0 keine Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfungen vor und schlie\u00dft eine\u00a0 Beteiligung der Kommunen und der Bev\u00f6lkerung de facto aus. Kontrollen und Sanktionen sind durch extrem hohe Grenzwerte ( z.B. Strahlenschutzverordnung), durch Vorenthaltung der eingesetzten Chemikalien und durch geologische Fakten\u00a0 so gut wie ausgeschlossen. Das FDP-gef\u00fchrte Wirtschaftsministerium hat\u00a0 sich bisher wenig ge\u00e4u\u00dfert, das CDU-gef\u00fchrte Umweltministerium verwirrt durch inkongruente Aussagen in seinen Stellungnahmen.<\/p>\n<p>Nun sind\u00a0 FDP und CDU der Beschlu\u00dfempfehlung der Aussch\u00fcsse gefolgt und haben mit einem Ja-Votum die Antr\u00e4ge abgelehnt, die auch zur Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema angeregt haben.<\/p>\n<p>Das Thema Fracking ist nicht nur schwierig, sondern auch sehr komplex. Es erfordert eine intensive Betrachtung, es erfordert aber auch eine strikte Abw\u00e4gung der faktischen und naheliegenden Risiken.<\/p>\n<p>Die Fehler, die hier gemacht werden sind zu einem gro\u00dfen Teil irreversibel,\u00a0 sie werden den Ewigkeitskosten eine neue Dimension geben, m\u00f6glicherweise Regionen auf Jahrzehnte-Jahrhunderte unbewohnbar machen.<\/p>\n<p>Sehr geehrte Frau Weiss, niemand bestreitet ernsthaft, dass politisch verantwortlich zu handeln, eine schwierige Aufgabe ist. Niemand bestreitet, dass es eine gro\u00dfe Anstrengung darstellt f\u00fcr ein Land, f\u00fcr 80 Millionen Menschen die Gegenwart und Zukunft zu begleiten und zu gestalten. Das Ansinnen der Industrie mit dieser Methode Fracking eine Ertragssteigerung f\u00fcr wenige Jahre ,2-3 ist in seri\u00f6sen Studien zu lesen, zu erzielen, steht in keinem Verh\u00e4ltnis zu der Beeintr\u00e4chtigung, die in allen Phasen der Anwendung f\u00fcr Mensch, Natur und Umwelt besteht.<\/p>\n<p>Es ist fahrl\u00e4ssig mit machbarer Technik\u00a0 zu spielen, nur weil sie machbar ist.<\/p>\n<p>Der Wahlkreis 114 liegt am idyllischen Niederrhein, ist landschaftlich reizvoll, gepr\u00e4gt von landwirtschaftlicher Nutzung und\u00a0 h\u00fctet einen riesigen Trinkwasserspeicher. Das gilt es zu bewahren.<\/p>\n<p>Im eigenen, aber auch im Namen meiner Mitmenschen ergeht an Sie die Aufforderung Ihren Einfluss im Parlament zu nutzen. Das Bundesberggesetz ist anzupassen und die Notwendigkeiten einer UVP, einer Beteiligung von Kommunen und B\u00fcrgern und dem Schutz des Trinkwassers ist Rechnung zu tragen. Bis zur Kl\u00e4rung und Umsetzung mu\u00df ein unbefristetes Memorandum ausgesprochen werden.<\/p>\n<p>Mit freundlichem Gru\u00df<\/p>\n<p><strong>Gabriele Obschernicat<\/strong><\/p>\n<p><strong>IG Gegen Gasbohren<\/strong><br \/>\n<strong>Hamminkeln\/Niederrhein<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei mehreren Antr\u00e4gen f\u00fcr Kl\u00e4rung der Sicherheit beim &#8222;Fracking&#8220;, mauerte Schwarz-Gelb &#8211; auch Sabine Wei\u00df. Ein Antrag der Gr\u00fcnen sah ein Moratorium f\u00fcr die F\u00f6rderung von Unkonventionellem Erdgas vor, bis [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25,7,22],"tags":[175,77],"class_list":["post-1970","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bergbau","category-energie","category-umwelt","tag-fracking","tag-grundwasserverschmutzung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1970","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1970"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1970\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1970"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1970"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1970"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}