{"id":1988,"date":"2012-07-20T15:26:27","date_gmt":"2012-07-20T13:26:27","guid":{"rendered":"http:\/\/schermbeck.zeit-fuer-gruen.de\/?p=1988"},"modified":"2012-07-20T15:26:27","modified_gmt":"2012-07-20T13:26:27","slug":"bedenken-gegen-wohnanlage-am-muhlenbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/?p=1988","title":{"rendered":"Bedenken gegen Wohnanlage am M&#252;hlenbach"},"content":{"rendered":"<p>Gegen den Bebauungsplan Nr.48 \u201e Wohnanlage am M\u00fchlenbach\u201c \u00e4u\u00dfern der BUND Ortsgruppe Schermbeck und der NABU Ortsgruppe Schermbeck erhebliche Bedenken und formulieren gemeinsam Ihre Einwendungen im Rahmen der fr\u00fchzeitigen \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung. Den Text geben wir hier wieder:<!--more--><\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>im Namen der beiden Ortsgruppen der anerkannten Naturschutzverb\u00e4nde BUND und NABU wenden wir Folgendes ein:<br \/>\nDer vorliegende Bebauungsplan wird abgelehnt, da das Gel\u00e4nde aufgrund seiner geologischen Gegebenheiten f\u00fcr eine Bebauung nicht geeignet ist.<br \/>\nWie aus dem Bericht \u00fcber die Versickerungsuntersuchung der TAUW Umwelt GmbH Moers hervorgeht, lag der Grundwasserstand im April 1988 in diesem Bereich bei ca.31-32 m NN. Damit erreichte das Grundwasser hier den h\u00f6chsten bis dahin in NRW gemessenen Stand. Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, war eine aktuelle Wasserstands-messung nur in 2 von 15 Bohrl\u00f6chern m\u00f6glich, da die \u00fcbrigen Bohrl\u00f6cher nach Ziehen der Sonde aufgrund von Wassereinfluss zugefallen waren.<br \/>\nDiese Tatsache sowie die mangelhafte Versickerungsm\u00f6glichkeit, verursacht durch den hohen Grundwasserstand und die Bodenverdichtung durch landwirtschaftliche Nutzung, sind Faktoren, die eine Bebauung in einem solchen Gel\u00e4nde nicht zulassen.<br \/>\n\u00dcber die Entsorgung des Niederschlagswassers gibt es im Vorentwurf des Bebauungsplans nur mangelhafte Angaben. So fehlen Aussagen \u00fcber die konkrete Gr\u00f6\u00dfe des Regenr\u00fcckhaltebeckens und die dazu geh\u00f6rige technische Ausf\u00fchrung.<br \/>\nDie Untersuchungen der TAUW Umwelt GmbH zeigen deutlich, das es sich bei der in Frage stehenden Fl\u00e4che um ein typisches Auegel\u00e4nde handelt, also eine Fl\u00e4che, die im Verlauf der Jahreszeiten regelm\u00e4\u00dfig vern\u00e4sst und bei Starkregenereignissen auch \u00fcberschwemmt wird. Im Rahmen der Klimaver\u00e4nderung ist nach Aussagen von Wissenschaftlern eine H\u00e4ufung von Starkregenereignissen nicht nur als Jahrhunderthochwasser, sondern in immer\u00a0 k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden zu erwarten.<br \/>\nAus diesen Gr\u00fcnden erscheint es uns unverantwortlich, diese Fl\u00e4che als Baugebiet anzubieten.<br \/>\nNachhaltig im Sinne von Natur und Umwelt ist hier die Entwicklung einer Auenlandschaft mit einem entsprechenden Entwicklungskorridor f\u00fcr den Schermbecker M\u00fchlenbach sowie die Renaturierung des Gew\u00e4ssers. Dabei sollte der Uferstreifen entsprechend der Blauen Richtlinie NRW 2010 grunds\u00e4tzlich nutzungsfrei und der nat\u00fcrlichen Sukzession \u00fcberlassen werden.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Artenschutzvorpr\u00fcfung m\u00f6chten wir darauf hinweisen, dass Anwohner von der gegen\u00fcberliegenden Seite des Schermbecker M\u00fchlenbaches wiederholt auf\u00a0 das Vorkommen des Eisvogels hingewiesen haben. Da es sich hierbei um eine streng gesch\u00fctzte Art handelt, sollte eine eingehendere Pr\u00fcfung erfolgen, gegebenenfalls unter Hinzuziehung der Biologischen Station des Kreises Wesel.<\/p>\n<p>Christel Winterberg\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 J\u00fcrgen Kruse<br \/>\nf\u00fcr die BUND-Ortsgruppe\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0f\u00fcr die NABU-Ortsgruppe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen den Bebauungsplan Nr.48 \u201e Wohnanlage am M\u00fchlenbach\u201c \u00e4u\u00dfern der BUND Ortsgruppe Schermbeck und der NABU Ortsgruppe Schermbeck erhebliche Bedenken und formulieren gemeinsam Ihre Einwendungen im Rahmen der fr\u00fchzeitigen \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung. 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