{"id":740,"date":"2009-12-05T12:21:14","date_gmt":"2009-12-05T10:21:14","guid":{"rendered":"http:\/\/schermbeck.zeit-fuer-gruen.de\/?p=740"},"modified":"2009-12-05T12:21:14","modified_gmt":"2009-12-05T10:21:14","slug":"klimawandel-immer-schneller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-schermbeck.de\/?p=740","title":{"rendered":"Klimawandel immer schneller"},"content":{"rendered":"<p><strong>Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung<\/strong> hat in der Sitzung des Umweltausschusses des Bundestag am 2. Dezember 2009 den aktuellen Stand der Klimaforschung  wiedergegeben.\u00a0 Er ist einer der international renommiertesten Klimaforscher.\u00a0 Dabei ist er auch auf die angeblichen \u201eArgumente\u201c von  Klimaskeptikern eingegangen.<br \/>\nSein Fazit wenige Tage vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen:\u00a0 Die Klimaerw\u00e4rmung verl\u00e4uft dramatischer als bisher noch von der Wissenschaft angenommen und das Zeitfenster wird immer kleiner, in dem wir noch die Klimaerw\u00e4rmung auf gerade noch ertr\u00e4gliche 2 Grad halten k\u00f6nnen.<br \/>\nIm Einzelnen:<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>Treibhausgas-Emissionen nehmen zu: 2008 wurde knapp 40 Prozent mehr CO2 freigesetzt als noch 1990.<\/li>\n<li> Temperaturanstieg ist ma\u00dfgeblich von menschlichen Aktivit\u00e4ten verursacht: w\u00e4hrend der vergangenen 25 Jahre sind die Temperaturen durchschnittlich um 0,19 \u00b0C pro Jahrzehnt gestiegen und dies obwohl die Sonneneinstrahlung auf die Erde abgenommen hat.<\/li>\n<li>Eisfelder und Gebirgsgletscher schmelzen immer schneller ab: auf der ganzen Welt zeigen Satellitenaufnahmen das rasante Abschmelzen der Eisschilde und Gletscher. Das arktische Meereis schmilzt sogar deutlich schneller, als die Berechnungen des Weltklimarats IPCC von 2007 aufzeigen.<\/li>\n<li> Rasanter Anstieg des Meeresspiegels: zwischen 1880 bis heute stieg er bereits \u00fcber 20 cm. Bei unverminderten Treibhausgas-Emissionen k\u00f6nnte er bis zum Jahr 2100 um mehr als einen Meter steigen. Sollten sich die globalen Temperaturen durch sofortige Treibhausgasminderungen stabilisieren, wird der Meeresspiegel trotzdem noch mehrere Jahrhunderte steigen.<\/li>\n<li> Handlungsverzug riskiert unumkehrbare Sch\u00e4den: mehrere empfindliche Elemente des Klimasystems (Eisschilde, Regenw\u00e4lder, westafrikanischer Monsum) k\u00f6nnen Klimasch\u00e4den verursachen, die irreversible Sch\u00e4den hervorrufen. Zudem erh\u00f6ht sich das Risiko, dass kritische Schwellenwerte (sog. Kipppunkte) \u00fcberschritten werden, die den Klimawandel beschleunigen werden. Um das Ziel &#8222;max. 2\u00b0C Temperaturanstieg&#8220; zu erreichen, k\u00f6nnen wir bis 2050 noch 700 Gt CO2 aussto\u00dfen, welches jedoch bei den derzeitigen Emissionen bereits 2030 erreicht wird.<\/li>\n<li> Es besteht akuter Handlungsbedarf: Um das Klima zu stabilisieren und die globale Erw\u00e4rmung auf 2 \u00b0C zu begrenzen, muss die Verringerung des CO2-Aussto\u00dfes und anderen langlebigen Treibhausgasen auf fast Null noch vor Ende des Jahrhunderts erreicht werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Informationen sind in der  aktuelle Studien der Copenhagen Diagnosis<br \/>\nnamhafter Klimaforscher unter folgendem Link enthalten:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ccrc.unsw.edu.au\/Copenhagen\/Copenhagen_Diagnosis_LOW.pdf\">http:\/\/www.ccrc.unsw.edu.au\/Copenhagen\/Copenhagen_Diagnosis_LOW.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung hat in der Sitzung des Umweltausschusses des Bundestag am 2. 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