… und Lauras und Sophies Pony?

Eine Pferdesteuer will die SPD in Schermbeck einführen, in der illusorischen Absicht, damit 90.000 € für den Gemeindehaushalt einzufahren.
Bislang gibt es nur drei (!) Gemeinden in Deutschland (ausschließlich in Hessen), die eine solche Steuer eingeführt haben.

Ja, Schermbeck ist eine Gemeinde, in der viele Pferde gehalten werden, nicht nur von Ortsansässigen, sondern wohl überwiegend von Bürgerinnen und Bürgern umliegender Städte und Gemeinden.
Den Nutzen haben die Stallbesitzer, die Landwirte, die das Futter produzieren, der Reitverein, Tierarzt und Schmied.
Überall gibt es noch leere Pferdeboxen.
Wenn diese Steuer eingeführt wird, werden etliche Pferdebesitzer ihr Tier in Ställe in Dorsten, Drevenack, Kirchhellen, Voerde, Erle und anderswo bringen.
Den Schaden haben …? Richtig!
Von den behaupteten 90.000 € wird dann nur noch ein kleinerer Teil übrig bleiben. (So wie die Campingsteuer statt der erwarteten 70.000 wegen Abwanderung deutlich weniger einbringt. – Hier haben den Schaden nicht nur die Campingplatzbetreiber, sondern auch der örtliche Lebensmittel-Einzelhandel.)
Als Sportförderung hat die SPD befürwortet, dass der TUS Gahlen für den Kunstrasenplatz über anderthalb Jahrzehnte einen Zuschuss von 10.000 € jährlich erhält.
Aber Lauras und Sophies Pony werden besteuert. Ist das auch Sportförderung der SPD? Kommt dann auch die Besteuerung von Tennisschlägern und Wasserbällen?
Ja, ein Pferd ist ein Lebewesen und kein Gegenstand. Aber es ist für viele der unverzichtbare Sportpartner. Und für viele einfach nur ein Lebewesen, das man sich unter Verzicht leistet. –
Nur keinen Neid, liebe SPD!

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