Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Verkehrsversuch in Schermbeck beenden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Rexforth,

wir beantragen, für die nächste Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses (16.8.2023) den Punkt

Beendigung des Verkehrsversuchs in Schermbeck

auf die Tagesordnung zu setzen.

Beschlussentwurf:

Der Verkehrsversuch in Schermbeck wird mit sofortiger Wirkung beendet.

Begründung:

Die ursprüngliche Zielsetzung des Verkehrsversuchs, die CO2-Emissionen auf der Mittelstraße um 50% zu reduzieren, wird sicher erreicht werden können. Die Kollateralschäden dafür sind aber zu hoch. Diese sind bereits jetzt erkennbar und erfordern ein unmittelbares Eingreifen durch die Politik.

Die jüngste Presseberichterstattung zum Verkehrsversuch zeigt eine große Unzufriedenheit in der Bevölkerung gegenüber der derzeitigen Verkehrsführung in Schermbeck.

Geschäftsleute auf der Mittelstraße sind unzufrieden und beklagen rückläufige Kundenbesuche bzw. Umsätze. Auch Firmen, die regelmäßig den Kernbereich in Schermbeck anfahren müssen (Pflege- und Lieferdienste als auch andere Dienstleister wie Monteure) beklagen längere Fahrstrecken und -zeiten. Viele potentielle Einkäufer meiden zur Zeit Schermbeck. Auch das enorme Echo in den Sozialen Medien auf die jüngste Veröffentlichung der unmittelbar betroffenen Arztpraxis Dr. Ammenwerth sollte weiteren Anlass geben, um den Verkehrsversuchs als gescheitert zu erklären.

Auch hat sich das Verkehrsaufkommen nicht überall so entwickelt wie erhofft. Viele Verkehrsteilnehmer nutzen Straßen im Schermbecker Kerngebiet anstatt die

Umgehungsstraße zu nutzen. Entsprechend berichten betroffene Anwohner, wie aus der Marellenkämpe oder der Kastanienstraße, von einem signifikant erhöhten Verkehrsaufkommen, zu hohen Geschwindigkeiten und nächtlichen Ruhestörungen.

Stefan Steinkühler

(Fraktionsvorsitzender)

Artikel kommentieren

Artikel kommentieren